Was bedeutet „queersensibel“?

Als queerer Mensch weißt du nie, an welchen Orten du dich sicher fühlen kannst. Wo deine Lebensweise wertgeschätzt wird.
Immer noch gibt es viele Unsicherheiten und zu wenig Wissen über queere L(i)ebensweisen und daraus entsteht immer wieder Diskriminierung und Ausschluss von queeren Menschen.
Im Laufe der Geschichte und bis heute war Kirche immer wieder ein Ort, an dem queere Menschen ausgegrenzt wurden.
Aber queere Menschen sind Teil unserer Kirche. Und sie suchen nach sicheren kirchlichen Angeboten.

Queersensible Gemeinden stellen sich der Realität von Vielfalt – auch wenn das herausfordernd sein kann. Sie setzen sich mit eigenen Unsicherheiten auseinander, fördern Perspektivwechsel und stehen solidarisch an der Seite von Menschen, die Diskriminierung erfahren.
Queersensible Gemeinden sind sich bewusst, dass es im Umgang mit Vielfalt immer wieder zu Fehlern kommt, und sind bereit, aus diesen zu lernen.

Sie bieten individuell queersensible Angebote an: Von Seelsorge & Beratung bis queere Trauung und CSD-Gottesdienst.

Queersensible Gemeinden verstehen sich als lernende Gemeinden – getragen von einer Kultur der Nächstenliebe.

  •  Wir unterstützen und vernetzen Menschen, die sich für eine queersensible Gemeinde einsetzen
  •  Wir schaffen Räume, in denen queere Identitäten selbstverständlich gelebt werden können, und fördern ein  wertschätzendes Miteinander.
  • Wir stellen ausgrenzendes Verhalten und Normalitätserwartungen (tradierte Normen und Ausschlüsse) in Frage und setzen uns aktiv gegen queerfeindliche Diskriminierung ein.
  • Solidarität mit Menschen, die Ausgrenzung erfahren, ist für uns ein zentraler Wert.
  • Wir stärken Perspektivwechsel und tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen.
  • Als Gemeinde verstehen wir uns als lernend und offen für Veränderung.
  • Wir ermutigen dazu, Unsicherheiten anzusprechen und mit einer wertschätzenden Fehlerkultur zu begegnen.
  • Vielfalt bereichert unser Gemeindeleben, und wir wollen dazu beitragen, dass alle Menschen sich sicher und anerkannt fühlen.